Gymnasium Dinkelsbühl
Naturwissenschaftlich-technologisches
und Sprachliches Gymnasium


Grundwissen Geschichte Klasse 9

Gliederung des in Jahrgangsstufe 9 behandelten historischen Zeitraums anhand folgender Daten:
1918 Novemberrevolution:
Am 9.11.1918 und in den folgenden Monaten vollzog sich in Deutschland ein Umsturz der politischen Machtverhältnisse. Die Monarchie wurde gestürzt und eine parlamentarische Demokratie geschaffen.
1923 Hitlerputsch:
In München misslang am 8./9.11.1923 ein von Adolf Hitler angeführter Putsch mit dem Ziel einer Machtübernahme in Berlin.
1929 Weltwirtschaftskrise:
Im Oktober 1929 löste ein Kurssturz an der New Yorker Börse eine schwere Wirtschaftskrise in den USA aus, die auf fast alle Staaten übergriff.
30.1.1933 Hitler Reichskanzler:
Am 30.1.1933 wurde Hitler vom Reichspräsidenten Hindenburg zum Reichskanzler ernannt.
9.11.1938 Novemberpogrom:
In der Nacht vom 9. auf den 10.11.1938 wurden zahlreiche jüdische Geschäfts- und Wohnhäuser sowie Synagogen geplündert, zerstört und in Brand gesteckt.
1.9.1939 Beginn des Zweiten Weltkriegs:
Mit dem deutschen Überfall auf Polen begann am 1.9.1939 der Zweite Weltkrieg.
20. Juli 1944 Attentat auf Hitler:
Am 20. Juli 1944 verübte Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg ein Attentat auf Hitler, das allerdings fehlschlug. Die Widerstandsgruppe um Graf Stauffenberg wurde von den Nazis erschossen.
8./9.5.1945 bedingungslose Kapitulation Deutschlands:
Die Führung der deutschen Wehrmacht unterzeichnete in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation.
1946 Verfassung des Freistaats Bayern:
Mit Inkrafttreten der bayerischen Verfassung 1946 wurde die Grundlage für einen demokratischen Rechtsstaat geschaffen.  
23.5.1949 Grundgesetz:
Am 23.5.1949 trat das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Es begründete einen demokratischen Rechtsstaat, schreibt die Bundesstaatlichkeit fest und formuliert in Artikel 1 die Unantastbarkeit der Menschenwürde.
1949 Gründung der beiden deutschen Staaten:
Im Jahr 1949 wurde nicht nur die Bundesrepublik Deutschland gegründet, sondern auch die Deutsche Demokratische Republik (DDR) auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone.
17.6.1953 Aufstand gegen das DDR-Regime:
Am 17.6.1953 kam es in der DDR vielerorts zu Demonstrationen gegen das DDR-Regime, der Aufstand wurde durch sowjetische Truppen niedergeschlagen.
1961 Mauerbau:
Im August 1961 ließ die DDR-Regierung eine Mauer zwischen Ostberlin und den Westsektoren errichten. Wenig später wurde die gesamte innerdeutsche Grenze abgeriegelt.
1963 deutsch-französischer Freundschaftsvertrag:
1963 beschlossen Deutschland und Frankreich eine enge Zusammenarbeit und gründeten das Deutsch-Französische Jugendwerk.
Verständnis und Anwendung folgender Begriffe:
Völkerbund:
Der Völkerbund war eine nach dem Ersten Weltkrieg gegründete Staatenvereinigung zur Sicherung des Weltfriedens.
Weimarer Verfassung:
Mit der Weimarer Verfassung, die am 11.8.1919 in Kraft trat, wurde Deutschland eine parlamentarische Republik, in der die Staatsgewalt vom Volke ausging, das den Reichstag wählte. Der Reichspräsident hatte weit reichende Machtbefugnisse und konnte sogar den Reichstag auflösen.
Inflation:
Von Inflation wird gesprochen, wenn die Geldmenge größer als die Gütermenge ist und die Preise deshalb steigen.
„Machtergreifung“:
Der Begriff „Machtergreifung“ beschreibt die politischen Veränderungen, die Hitler mit seiner Ernennung zum Reichskanzler am 30.1.1933 einleitete und nach dem Tod Hindenburgs beendete, indem er auch das Amt des Reichspräsidenten übernahm. Zwei weitere Maßnahmen der Machtergreifung waren das Ermächtigungsgesetz und die Gleichschaltung.
Nationalsozialismus:
Der Begriff „Nationalsozialismus“ bezeichnet die völkische, antisemitische und nationalistische Bewegung in Deutschland, die sich 1920 als NSDAP (= Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) organisierte und unter der Führung Hitlers ab 1933 eine Diktatur errichtete.
Antisemitismus:
Der Begriff „Antisemitismus“ bezeichnet seit dem 19. Jahrhundert die negative Einstellung gegenüber den Juden. Unter der NS-Diktatur bekam der Antisemitismus durch seine Verbindung mit dem Rassismus und das Ziel, alle Juden zu vernichten, eine neue Qualität.
„Ermächtigungsgesetz“:
Mit dem Ermächtigungsgesetz aus dem Jahr 1933 bekam die Regierung Hitler das Recht, Gesetze ohne Zustimmung des Parlaments zu erlassen. Damit war die Gewaltenteilung aufgehoben.
„Gleichschaltung“:
Der Begriff „Gleichschaltung“ bezeichnet das Ausschalten aller politischen Zwischenebenen und die Unterbindung jeglicher Meinungsfreiheit. Die Gleichschaltung diente dem Ziel, die gesamte Bevölkerung auf die Ziele der NSDAP einzuschwören.
„Nürnberger Gesetze“:
Die Nürnberger Gesetze von 1935 schufen die rechtliche Grundlage für die Entrechtung und Verfolgung der Juden in Deutschland.
systematische Vernichtung der europäischen Juden = Holocaust bzw. Shoa:
Die Nationalsozialisten ermordeten systematisch fast 6 Millionen europäische Juden in Vernichtungslagern. Dazu entwickelten sie eine perfide Tötungsmaschinerie mit Gaskammern und Krematorien. Das Lager Auschwitz wurde zum Inbegriff für das menschenverachtende systematische Morden. Der Begriff „Holocaust“ weist auf die die Verbrennung von Menschen hin, der Begriff „Shoa“ wird von Juden verwendet und bedeutet „einzigartiges Opfer, totale Zerstörung“.
Konzentrations- und Vernichtungslager:
Die Nationalsozialisten errichteten ab 1933 Konzentrationslager zur Inhaftierung politischer Gegner. Bald kamen andere Häftlingsgruppen hinzu. Schwerste Misshandlungen und Mord waren an der Tagesordnung. Wenn der Zweck eines Lagers vor allem die sofortige Vernichtung eingelieferter Häftlinge war, so spricht man von einem Vernichtungslager.
Widerstand:
Nur ein geringer Teil der Deutschen leistete Widerstand gegen das NS-Regime, blieb aber erfolglos.
Münchner Abkommen:
Mit dem Münchner Abkommen vom 30.9.1938, das von Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland unterzeichnet wurde, musste die Tschechoslowakei das Sudetenland an Deutschland abtreten.  
Konferenz von Potsdam:
Nach der Kapitulation Deutschlands beschlossen die USA, Großbritannien und die UdSSR im Sommer 1945 auf der Konferenz von Potsdam den Umgang mit Deutschland nach dem Krieg.
Flucht und Vertreibung:
Da Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg Gebiete im Osten verlor, musste die dortige deutsche Bevölkerung nach Westen fliehen. Viele wurden gewaltsam aus ihrer Heimat vertrieben. Betroffen waren 14 Millionen Deutsche.
Besatzungszonen:
Deutschland wurde nach seiner Niederlage im Zweiten Weltkrieg von den vier Siegermächten USA, Frankreich, Großbritannien und UdSSR in vier Besatzungszonen unterteilt, Berlin wurde in vier Sektoren untergliedert.
Entnazifizierung:
Der Begriff „Entnazifizierung“ bezeichnet das Bestreben der Alliierten, Deutschland von nationalsozialistischem Gedankengut zu befreien, die Täter zu bestrafen und die Deutschen demokratisch umzuerziehen.
Währungsreform:
Im Juni 1948 führten die Westalliierten in ihren Besatzungszonen und in West-Berlin die Deutsche Mark ein.
Deutsche Frage:
Unter der Deutschen Frage versteht man das Problem der deutschen Teilung nach 1945 und ihrer Überwindung.
Kalter Krieg:
Der Begriff „Kalter Krieg“ beschreibt den besonderen Charakter des Ost-West-Konflikts. Die Supermächte USA und UdSSR wollten wegen der Gefahr einer atomaren Vernichtung einen „heißen“ Krieg vermeiden, wollten aber dennoch die eigene Machtstellung festigen und übten daher Druck auf den Gegner aus.
Westintegration:
Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 strebte Bundeskanzler Konrad Adenauer die schnelle Integration in die westliche Staatengemeinschaft durch den Beitritt zu westlichen Organisationen an.
NATO:
Die NATO ist das 1949 gegründete Verteidigungsbündnis westlicher Staaten unter der Führungsmacht USA.
Warschauer Pakt:
Der Warschauer Pakt war das von der Sowjetunion und den meisten osteuropäischen Staaten 1955 gegründete Gegenbündnis zur NATO. Er wurde 1991 aufgelöst.
europäische Einigung:
Die europäische Einigung beschreibt den stufenweisen Einigungsprozess der europäischen Länder in politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht. Inzwischen bilden 28 Staaten die EU.
Nahostkonflikt:
Der Nahostkonflikt ist ein politischer und zum Teil militärischer Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern, in dem es um das Existenzrecht Israels und einen eigenen Staat der Palästinenser geht.
Nord-Süd-Konflikt:
Der Begriff „Nord-Süd-Konflikt“ bezieht sich auf die Tatsache, dass die wohlhabenden Länder der Erde vorwiegend in den nördlichen Breitengraden und die Entwicklungs- und Schwellenländer in südlicheren Breitengraden liegen.
UNO:
Die UNO wurde 1945 als Nachfolgeorganisation des Völkerbundes gegründet und soll u.a. den Frieden sichern und zur Verständigung und Zusammenarbeit der Völker beitragen.

30.10. - 03.11
Herbstferien
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