Gymnasium Dinkelsbühl
Naturwissenschaftlich-technologisches
und Sprachliches Gymnasium


Geschichte Grundwissen Klasse 8

Gliederung des in Jahrgangsstufe 8 behandelten historischen Zeitraums anhand folgender Daten:
14.7.1789 Beginn der Französischen Revolution:
Der 14.7.1789 gilt als Beginn der Französischen Revolution, weil die Pariser Bürger an diesem Tag die Bastille, das französische Staatsgefängnis, gewaltsam eroberten.  
1806 Ende des Heiligen Römischen Reiches:
Mit der Niederlegung der deutschen Kaiserkrone durch den Habsburger Kaiser Franz II. endete 1806 die Geschichte des Heiligen Römischen Reiches.
1815 Wiener Kongress:
Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft wurde Europa auf dem Wiener Kongress neu geordnet.
1832 Hambacher Fest:
Auf dem Hambacher Fest demonstrierten Vertreter der liberalen und nationalen Bewegung für ihre Ziele.
1848/49 Revolution in Deutschland:
Im März 1848 brach in vielen deutschen Staaten eine Revolution aus. Die Paulskirche arbeitete eine Verfassung für einen kleindeutschen Nationalstaat aus und bot dem preußischen König die Kaiserkrone an, welche dieser aber ablehnte. Damit war die Revolution gescheitert.
1871 Reichsgründung:
Im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles wurde am 18. Januar 1871 der preußische König Wilhelm I. zum deutschen Kaiser ausgerufen. Das war die Gründung des Deutschen Reiches.
1914-1918 Erster Weltkrieg:
Ursache für den Ersten Weltkrieg waren vor allem die Spannungen zwischen den europäischen Staaten. Wegen des Ausmaßes der Zerstörung, der Vielzahl der Opfer, der territorialen Ausdehnung und der gewaltigen Militärmaschinerie mit modernen Kampfmitteln zeigte der Erste Weltkrieg eine neue, erschreckende Dimension der Kriegsführung.
1917 Russische Revolution:
1917 gelang es den Kommunisten, den Zaren zu stürzen und eine Einparteienherrschaft zu etablieren. Die führenden Köpfe waren Lenin und Trotzki.
Verständnis und Anwendung folgender Begriffe:
Aufklärung:
Die Aufklärung ist eine geistige Strömung des 18. Jahrhunderts, die mittels der Vernunft die bestehenden politischen Verhältnisse kritisch hinterfragte.
Menschenrechte:
Menschenrechte sind die natürlichen und unveräußerlichen Rechte des Menschen, die er allein schon durch seine Geburt besitzt.
Volkssouveränität:
Von Volkssouveränität wird gesprochen, wenn alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht.
Verfassung:
Eine Verfassung beschreibt die grundlegende Ordnung eines Staates.
Gewaltenteilung:
Nach dem Grundsatz der Gewaltenteilung wird die staatliche Gewalt aufgeteilt in die Legislative (= gesetzgebende Gewalt), die Exekutive (= ausführende Gewalt) und die Judikative (= richterliche Gewalt).
Bürgertum:
Der Begriff „Bürgertum“ bezeichnete den Dritten Stand der französischen Ständegesellschaft vor der Revolution. Heute gehört in einem demokratischen Staat jeder zum Bürgertum, der als Staatsbürger die bürgerlichen Rechte und Pflichten wahrnimmt. 
Nation:
Als Merkmale einer Nation gelten die gemeinsame Sprache, Kultur und Geschichte, wodurch ein Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht.
Nationalismus:
Der Begriff „Nationalismus“ wird u.a. für eine Strömung des 19. Jahrhunderts verwendet, der es um einen einheitlichen Nationalstaat ging.
Kaisertum Napoleons:
Napoleon krönte sich mit päpstlicher Beteiligung im Jahr 1804 selbst zum Kaiser der Franzosen und stellte sich damit in die Tradition Karls des Großen.
Montgelas:
Montgelas war verantwortlich für die Reformen im Königreich Bayern zu Beginn des 19. Jahrhunderts und gilt als Schöpfer des modernen bayerischen Staates.
Liberalismus:
Der Begriff „Liberalismus“ wird u.a. für eine Strömung des 19. Jahrhunderts verwendet, der es um die politische Durchsetzung von Freiheitsrechten und politische Mitbestimmung ging.
Deutscher Bund:
Auf dem Wiener Kongress wurde 1815 der Deutsche Bund gegründet, ein Staatenbund aus souveränen Einzelstaaten.
Industrielle Revolution:
Unter der industriellen Revolution versteht man die grundlegende Veränderung der Produktions- und Lebensverhältnisse im Zuge der Industrialisierung.
soziale Frage:
Als soziale Frage wird das Massenelend der Fabrikarbeiterschaft bezeichnet, das eine Begleiterscheinung der Industrialisierung im 19. Jahrhundert war.
Sozialismus:
Der Sozialismus ist eine politische Strömung des 19. Jahrhunderts, welche eine gerechte Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung anstrebt. Dazu wollte man vor allem Privateigentum in Gemeinschaftseigentum überführen. Nicht alle Vertreter der sozialistischen Idee sahen Gewalt als geeignetes Mittel zur Erreichung ihrer Ziele an.
Arbeiterbewegung:
Als Arbeiterbewegung bezeichnet man die Gesamtheit der Arbeiterorganisationen, die für eine Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lage der Arbeiterschaft eintraten. Dazu gehörten vor allem Gewerkschaften und Arbeiterparteien wie die SPD.
Deutsches Kaiserreich:
Das Deutsche Reich, das 1871 gegründet wurde, war ein kleindeutscher Nationalstaat, hatte einen Kaiser an der Spitze und knüpfte an die Tradition des 1806 untergegangenen „alten“ Reiches an.
Bismarck:
Otto von Bismarck betrieb als preußischer Ministerpräsident die Gründung eines kleindeutschen Nationalstaates. Er war der erste Reichskanzler im Deutschen Reich.
Reichstag:
Das Parlament des Deutschen Reiches wurde Reichstag genannt. Es konnte den Staatshaushalt bestimmen, aber Gesetze nur gemeinsam mit dem Bundesrat verabschieden und hatte keinen Einfluss auf die Regierungsbildung.
Parteien:
Parteien sind organisierte Zusammenschlüsse politisch gleichgesinnter Bürger, die Einfluss auf die Politik eines Staates nehmen wollen. Sie entstanden im 19. Jahrhundert.
Kulturkampf:
Die von Bismarck geführte Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche wird als Kulturkampf bezeichnet. Dieser war nur begrenzt erfolgreich.
Sozialistengesetz:
Bismarcks Sozialistengesetz sollte die Sozialdemokratie schwächen, hatte aber nicht den gewünschten Erfolg.
Sozialgesetzgebung:
Bismarcks Sozialgesetzgebung sollte die soziale Lage der Arbeiter bessern, um sie den Sozialdemokraten zu entfremden. Dieses Ziel wurde nicht erreicht. Allerdings gilt die Sozialgesetzgebung als Beginn staatlicher Sozialpolitik.
Imperialismus:
Wenn vom Imperialismus des 19. Jahrhunderts gesprochen wird, so ist das Streben der großen Industrieländer nach umfassender Beherrschung fremder Gebiete gemeint.
Kommunismus:
Die Idee des Kommunismus geht vor allem auf Karl Marx und Friedrich Engels zurück. Sie waren davon überzeugt, dass sich die sozialen Gegensätze des 19. Jahrhunderts nur durch eine Weltrevolution lösen ließen. Nach einer sozialistischen Übergangsphase sollte dann eine kommunistische Gesellschaft entstehen, also eine klassenlose Gesellschaft mit Gleichheit aller und Gemeinschaftseigentum.
Vertrag von Versailles:
Der Versailler Vertrag, der 1919 zwischen dem Deutschen Reich und den Siegermächten geschlossen wurde, beendete den Ersten Weltkrieg völkerrechtlich. Deutschland bekam die Alleinschuld am Ersten Weltkrieg zugesprochen, wurde zu Reparationen verpflichtet und musste Gebietsverluste sowie Rüstungsbegrenzungen hinnehmen.

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