Gymnasium Dinkelsbühl
Naturwissenschaftlich-technologisches
und Sprachliches Gymnasium


Grundwissen Geschichte Klasse 7

Gliederung des in Jahrgangsstufe 7 behandelten historischen Zeitraums anhand folgender Daten:
800 Kaiserkrönung Karls des Großen:
Am Weihnachtstag 800 krönte Papst Leo III. in Rom Karl den Großen zum Kaiser.
1077 Heinrich IV. in Canossa:
Der „Gang“ König Heinrichs IV. nach Canossa markiert den Höhepunkt des Investiturstreits. Papst Gregor VII. hatte Heinrich mit dem Kirchenbann belegt und nahm ihn nach seiner Buße wieder in die Kirche auf.
1453 Eroberung Konstantinopels:
Die Eroberung Konstantinopels, der Hauptstadt des Byzantinischen Reiches, bedeutete das Ende des Oströmischen Reiches.
1492 Entdeckung Amerikas durch Kolumbus:
Bei seinem Versuch, einen Seeweg nach Indien zu finden, landete Kolumbus auf einer Karibikinsel, die er für einen Teil Indiens hielt. Erst später wurde erkannt, dass man einen unbekannten Kontinent entdeckt hatte, Amerika.
1517 Beginn der Reformation:
Martin Luther leitete mit der Veröffentlichung seiner 95 Thesen die Reformation ein, die eine Erneuerung der Kirche anstrebte.
1618-1648 Dreißigjähriger Krieg:
Die religiöse Spaltung im Zuge der Reformation führte zu einem Krieg, in dem es nicht nur um konfessionelle Streitfragen ging, sondern auch um die Macht in Europa und im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.
Verständnis und Anwendung folgender Begriffe:
König: 
Der König verfügte im Mittelalter gegenüber den Herzögen über die höheren Herrschaftsrechte und begründete dies mit entsprechenden Verdiensten und seiner Abstammung. Steht ein König an der Spitze eines Landes, so spricht man von einer Monarchie.
Kaiser:
Die Kaiserkrönung Karls des Großen begründete das mittelalterliche Kaisertum. Es knüpfte zum einen an das antike römische Kaisertum an und war zum anderen an die Krönung durch den Papst gebunden. Der Kaiser verstand sich als Schutzherr der Christenheit und der Kirche.   
Die deutschen Könige beanspruchten mit der Kaiserwürde eine herausgehobene Stellung gegenüber den Königen anderer Länder.
Grundherrschaft:
Unter der Grundherrschaft versteht man die Herrschaft eines Grundherrn (= Adliger, Bischof oder Kloster) über Land und Leute. Er überließ abhängigen Bauern Land zur Bewirtschaftung, verlangte von ihnen Abgaben und Frondienste, gewährte ihnen dafür aber Schutz. Gänzlich unfreie Bauern, die sog. Leibeigenen, arbeiteten auf dem Herrenhof.
Lehenswesen:
Der Lehnsherr übertrug das Lehen, meist ein Stück Land, aber auch ein Amt oder ein bestimmtes Recht, dem Lehnsmann (= Vasall), der einen Treueid leistete. Dadurch gingen beide ein gegenseitiges Pflicht- und Treueverhältnis ein. Der Lehnsherr gewährte Schutz, der Vasall leistete Rat und militärische Hilfe.
Herzog:
Bei den Germanen war ein Herzog der gewählte Heerführer eines Stammes. Im Lauf der Zeit gewannen die Herzöge enorm an Macht und konnten die Herrschaft des jeweiligen Königs gefährden.
Adel:
Der Begriff „Adel“ bezeichnet eine Gruppe mächtiger Familien, die im Mittelalter durch ihre Abstammung, durch ihren Besitz und durch besondere Verdienste eine herausgehobene Position gegenüber der übrigen Bevölkerung beanspruchten und die politische Macht ausübten.  
Reichskirche:
Unter König Otto dem Großen begann der Ausbau der Reichskirche. Indem die Könige Einfluss auf die Einsetzung von Äbten und Bischöfen nahmen und ihnen Besitztümer übertrugen und Herrschaftsrechte gewährten, wurde die Kirche zu einer Stütze des Königtums und damit des Reiches.
Investiturstreit:
Der Begriff „Investitur“ bezeichnet die Einsetzung hoher Geistlicher in ihr Amt. Während des Investiturstreits stritten sich Könige bzw. Kaiser und Päpste um ihren Einfluss bei der Investitur.  
Ritter:
Ritter waren im Mittelalter zunächst die berittenen Kämpfer. Mit der Zeit entwickelte sich eine ritterliche Lebensart mit bestimmten Werten, durch die sich Kaiser, Könige, Herzöge und sogar unfreie Dienstmannen einander verbunden fühlten. Letztere bekamen dadurch die Möglichkeit zum sozialen Aufstieg.
Kreuzzug:
Unter den Kreuzzügen versteht man die Kriegszüge der abendländischen Christenheit vom 11. bis ins 13. Jh. zur Befreiung des Heiligen Landes von der Herrschaft des Islam.
Stadtrecht:
Durch die Verleihung des Stadtrechts an eine Siedlung schuf der Stadtgründer einen eigenen Rechtsbezirk. Eines der wichtigsten Rechte war das Marktrecht.
Reichsstadt:
Eine Reichsstadt unterstand unmittelbar dem deutschen König bzw. Kaiser und nicht dem Landesherrn.
Bürger:
Der Begriff „Bürger“ bezeichnete im Mittelalter alle freien Einwohner einer Stadt.
Ghetto:
In den mittelalterlichen Städten lebten die Juden meist in einem abgegrenzten Stadtviertel, dem sog. Ghetto.
Goldene Bulle:
Die Goldene Bulle war ein 1356 von König Karl IV. erlassenes Reichsgesetz und regelte die Wahl des Königs durch sieben Kurfürsten.
Kurfürsten:
Der Begriff „Kurfürst“ leitet sich von mhd. kür = Wahl ab. Ein Kurfürst hatte das Recht zur Königswahl.
Territorialstaat:
Seit dem späten Mittelalter strebten die Landesherren nach einem möglichst geschlossenen Herrschaftsgebiet, um den Einfluss der Reichsstädte und anderer geistlicher und adliger Herrschaftsträger zurückzudrängen. Das Lehnswesen verlor an Bedeutung.
Ständewesen:
Die europäische Gesellschaft war weit über das Mittelalter hinaus in Stände gegliedert, in die man hineingeboren wurde. Der Klerus (= die Geistlichkeit) stand an der Spitze, der Adel bildete den zweiten Stand und Bauern und Bürgern zählten zum dritten Stand. Geächtete wie Henker, Schauspieler und Dirnen standen außerhalb dieser Rangordnung, die als gottgegeben galt.
Vor allem die ersten beiden Stände erwarben Rechte, die sie gegenüber den Königen bzw. Kaisern oder den Landesherren geltend machten. Das Ständewesen prägte also nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Politik.
Ostsiedlung:
Zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert ließen sich viele deutsche Siedler östlich von Elbe und Saale nieder.     
Neuzeit:
Die Zeit ab ca. 1500 bezeichnet man vor dem Hintergrund der Neuerungen als Neuzeit.
Renaissance:
Der Begriff „Renaissance“ stammt aus dem Französischen und meint Wiedergeburt der Antike. Er bezeichnet das neue Denken um 1500, das sich an römischen-griechischen Vorbildern orientierte.
Humanismus:
Der Humanismus ist untrennbar mit der Renaissance verbunden. Wie in der Antike auch strebte man nach Vervollkommnung des Menschen. Diese geistige Strömung und das damit einhergehende Bemühen um umfassende Bildung bezeichnet man als Humanismus (lat. humanus = menschlich).
Luther:
Martin Luther wandte sich mit seinen 95 Thesen gegen kirchliche Missstände und leitete damit die Reformation ein.
Westfälischer Friede:
Der Westfälische Friede beendete den Dreißigjährigen Krieg. Er legte die Gleichberechtigung der Konfessionen fest und stärkte die Position der Reichsstände gegenüber dem Kaiser. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation wurde insgesamt geschwächt.
Absolutismus:
Unter dem Absolutismus versteht man eine Herrschaftsform, in der ein Monarch die uneingeschränkte Macht hat und von den Gesetzen losgelöst (lat. absolutus = losgelöst) ist.
Hegemoniestreben:
Der Begriff „Hegemonistreben“ bezeichnet das Bemühen eines Staates um die Vormachtstellung gegenüber anderen Staaten.
Merkantilismus:
Unter Merkantilismus (lat. mercator = Kaufmann) versteht man die Wirtschaftsform des Absolutismus, die vor allem auf Förderung des Exports ausgerichtet war.
Gleichgewichtspolitik:
England wollte die Macht der europäischen Staaten im Gleichgewicht halten, um die Vorherrschaft anderer Staaten auf dem Kontinent zu verhindern.
konstitutionelle Monarchie:
Eine konstitutionelle Monarchie bindet den König an eine Verfassung (= Konstitution).
Parlament:
Ein Parlament ist die gewählte Vertretung bestimmter Bevölkerungsgruppen. Seinen Ursprung hat das Parlament in England, wo sich die Adligen weitreichende Rechte gegenüber dem König erstritten. Heute wählen alle Bürger in demokratischen Staaten ihre Volksvertreter in die Parlamente. Die Abgeordneten machen die Gesetze und vertreten die Interessen der Bürger gegenüber der Regierung.

30.10. - 03.11
Herbstferien
31.10.
Reformationstag
01.11.
Allerheiligen
22.11.
Buß- und Bettag
23.12. - 05.01
Weihnachtsferien
25.12.
Weihnachtstag
26.12.
2. Weihnachtsfeiertag
01.01.
Neujahrstag
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